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Solarthermische Anlagen
Unter solarthermischen Anlagen versteht man Solaranlagen, die Wärme aus der
Sonneneinstrahlung gewinnen und sie für die Gebäudetechnik nutzbar machen.
Solarthermische Anlagen können aber auch für die Erzeugung von Strom benutzt werden.
Überwiegend finden solche Anlagen in der Haustechnik ihren Einsatz und dienen der
Erwärmung von Trinkwasser und dienen Heizzwecken. Um die Sonneneinstrahlung
aufnehmen zu können, benötigen solarthermische Anlagen Sonnenkollektoren sowie einen
Solarwärmespeicher, der die Wärme aufnimmt, die nicht sofort verbraucht wird. Ebenfalls
gehört hierzu ein Solarkreislauf, über den Wärme von den Kollektoren in den Speicher
gebracht wird. Zu diesem Solarkreislauf gehört auch eine Pumpstation und ein Solarregler,
damit die Solaranlage individuell gesteuert werden kann. Vor dem Einbau einer
solarthermischen Anlage muss zunächst die Wirtschaftlichkeit berücksichtigt werden. Rund
60 Prozent des Energieverbrauchs in einem Privathaushalt entfällt auf den Heizenergiebedarf.
Heutige solarthermische Anlagen werden allerdings meist zur Trinkwassererwärmung
benutzt. Hierbei decken sie zwischen 60 und 70 Prozent der Heizenergie, die für die
Erwärmung des Trinkwassers benötigt werden. Dies sind jedoch nur acht Prozent des
gesamten Heizenergiebedarfs. Die Anschaffungskosten für eine solarthermische Anlage für
einen Vier-Personen-Haushalt liegen zwischen 4.000 und 5000 Euro, zuzüglich der laufenden
Wartungskosten. Im Durchschnitt wird eine solarthermische Anlage rund 25 Jahre lang
genutzt. Im Vergleich zu Heizöl liegt hier die Ersparnis bei 120 bis 150 Euro pro Jahr. Somit
ist eine Wirtschaftlichkeit nicht unbedingt gebeben. Aus diesem Grund wird der Bau von
solarthermischen Anlagen vom BAFA (Bundesamt für Wirtschafts- und Ausfuhrkontrolle)
finanziell gefördert. Derzeit (Stand: 2007) liegt die Förderung bei 54,60 Euro pro
Quadratmeter. Zusätzlich gibt es in vielen Bundesländern noch besondere Fördergelder.